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Neueste Studienergebnisse zur Wirksamkeit von Mundspülungen und Interdentalbürsten

Parodontale Erkrankungen nehmen in Deutschland weiter zu. Die tägliche mechanische Reinigung reicht zur Vorbeugung häufig nicht aus. Aktuelle Studiendaten bestätigen, dass die zusätzliche Anwendung einer Mundspülung mit antibakterieller Wirkung die Effekte der mechanischen Reinigung deutlich verbessern kann.

Eine Zahnärztin in einem Behandlungszimmer mit einem Klemmbrett in der Hand. Kenvue Germany GmbH
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Anstieg parodontaler Erkrankungen

Aktuelle Daten der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigen: Parodontale Erkrankungen nehmen in Deutschland zu, obwohl eine gute Prävention grundsätzlich möglich ist. So weisen etwa 95 % der untersuchten Erwachsenen parodontale Auffälligkeiten auf, und die Prävalenz schwerer Parodontitis liegt weiterhin bei rund 14 Millionen Betroffenen in Deutschland. Die Autor/-innen der DMS 6 betonen, dass parodontale Erkrankungen trotz verfügbarer Präventionsmöglichkeiten „in der Breite der Bevölkerung weiter an Bedeutung gewinnen“.1 Für dentale Fachkräfte unterstreichen diese Erkenntnisse die Notwendigkeit der gezielten Informationsvermittlung und Beratung zu Prophylaxemaßnahmen.

Mundhygiene in Deutschland: Potenzial vorhanden, Umsetzung unzureichend

Die tägliche häusliche Plaque-Kontrolle zwischen den Zahnarztbesuchen ist ein wesentlicher Faktor bei der Erhaltung der Mundgesundheit, doch viele Patient/-innen setzen sie nicht gründlich genug um. Aktuelle Laborstudien der Universität Gießen mit über 1.000 Proband/-innen zeigt, dass es den meisten Patient/-innen sogar bei bestmöglichem Putzen nicht gelingt, Plaque auf den Zähnen hinreichend zu entfernen. In der Folge ist nach dem Putzen die Hälfte der Zähne am Zahnfleischrand noch von Plaque besiedelt.2 Die mechanische Reinigung allein ist daher oft nicht ausreichend, um eine optimale Mundhygiene zu gewährleisten.

Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung schließen Reinigungslücken effektiv

Wissenschaftlich bestätigt ist der Nutzen der 3-fach-Prophylaxe: Diese kombiniert mechanisches3 und chemisches4 Biofilmmanagement. Zähneputzen und Reinigung der Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide können leitliniengerecht durch die Verwendung einer Mundspülung mit antibakterieller Wirkung, wie zum Beispiel LISTERINE®, ergänzt werden.4 Neueste Studienergebnisse zeigen, dass diese zusätzliche Anwendung die klinischen Vorteile mechanischer Reinigungsmethoden verstärkt. Ziel einer aktuellen 24-wöchigen randomisierten, kontrollierten Studie war es, den zusätzlichen Nutzen einer alkoholfreien Mundspülung (LISTERINE®) im Vergleich zu einer rein mechanischen Reinigung zu untersuchen.5 In der Studie wurden erwachsene Proband/-innen in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Kontrollgruppe: Rein mechanische Mundhygiene (Zähneputzen und Interdentalbürsten)
  • Interventionsgruppe: Identische mechanische Reinigung plus zusätzlicher Anwendung einer alkoholfreien LISTERINE® Mundspülung

Die Untersuchung erfolgte unter standardisierten Bedingungen über 24 Wochen und ermöglichte eine differenzierte Beurteilung der Plaquekontrolle in verschiedenen Mundregionen.5

Im Vergleich zur rein mechanischen Reinigung aus Zähneputzen und Zahnzwischenreinigung mit Interdentalbürsten bot die 3-fach-Prophylaxe aus mechanischer Reinigung plus Anwendung einer Mundspülung mit ätherischen Ölen wie LISTERINE® mehr als das Fünffache an zusätzlichem Schutz vor Zahnfleischproblemen. Besonders ausgeprägt war der zusätzliche Effekt in posterioren und interproximalen Bereichen, also dort, wo mechanische Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen.5

Fazit: Die 3-fach-Prophylaxe als evidenzbasierte Empfehlung zur häuslichen Mundpflege

Mundspülungen mit ätherischen Ölen, die eine antibakterielle Wirkung haben, stellen damit eine sinnvoll ergänzende und einfach umzusetzende Maßnahme für die häusliche Mundpflege dar. Zahnarztpraxen können mit diesem Ansatz ihre Patient/-innen langfristig bei einer wirksamen Prävention parodontaler Erkrankungen unterstützen.

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    Autor

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    Redaktion Dentalwelt

    Quellen

    [1] Schwendicke F, Dörfer C, Jordan AR et al., „Parodontale Erkrankungen in Deutschland – Ergebnisse aus der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6)“. In: Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift (DZZ) 2025; pp. 102–121.

    [2] ZWP Online, 2025. Zähneputzen im Realitätscheck: fleißig, aber oft nicht gründlich genug. [Online] Verfügbar unter: https://www.zwp-online.info/zwpnews/dental-news/branchenmeldungen/das-zahneputzen-auf-dem-prufstand-der-wissenschaft [Zugriff am 16.12.2025].

    [3] S3-Leitlinie: Häusliches mechanisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. AWMF-Registernummer: 083-022, Stand: November 2018, Amendment: Dezember 2020.

    [4] S3-Leitlinie: Häusliches chemisches Biofilmmanagement in der Prävention und Therapie der Gingivitis. AWMF-Registernummer: 083-016, Stand: November 2018, Amendment: Dezember 2020.

    [5] Kenvue.Interdental Brush + Essential Oil Mouthrinse Study (IDB Study). Clinical Summary Report. Kenvue Medical Affairs; 2024.The full clinical study manuscript has been submitted for publication. The secondary endpoints from the study were published at (Preshaw, PM et al. Periodontal Bleeding and Probing-Depth Outcomes with Interdental Brushing and Mouthwash (Oral Presentation) J Dent Res Vol 104 B / International Association of Dental Research (IADR). 2025. Barcelona, Spain).

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