Anzeige

Aligner-Therapie im Praxisalltag

Vom Zusatzangebot zum integrierten Behandlungskonzept

Zwei Zahnärztinnen, zwei Praxisrealitäten und eine gemeinsame Erfahrung: Aligner-Therapie entfaltet ihren größten Nutzen dann, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern sinnvoll in bestehende Behandlungsabläufe integriert wird. Michaela Sehnert aus Halle (Saale), Master of Clear Aligner und Invisalign Aligner Spezialistin, arbeitet seit 2017 mit Invisalign und hat die Aligner-Therapie in ihrer digital aufgestellten Mehrbehandlerpraxis fest verankert. Sümeyye Kozan aus Düsseldorf hat ihre Invisalign Fortbildung 2025 abgeschlossen und befindet sich mit ihrer jungen Praxis in einer dynamischen Aufbauphase.

Aligner-Therapie entfaltet ihren größten Nutzen dann, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern sinnvoll in bestehende Behandlungsabläufe integriert wird. Align(TM) Technology GmbH
Aligner-Therapie entfaltet ihren größten Nutzen dann, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern sinnvoll in bestehende Behandlungsabläufe integriert wird.
Aligner-Therapie entfaltet ihren größten Nutzen dann, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern sinnvoll in bestehende Behandlungsabläufe integriert wird.
Getting your Trinity Audio player ready...

Beide zeigen aus unterschiedlichen Perspektiven, wie sich Aligner-Behandlungen im Alltag etablieren lassen: medizinisch fundiert, organisatorisch klar und wirtschaftlich sinnvoll. In einem Interview machten die Zahnärztinnen deutlich, dass der Einstieg weniger eine Frage einzelner Technologien als vielmehr eine Frage von Haltung, Teamstruktur und Prozessen ist. Es geht um sichere Fallauswahl, digitale Planung, Patientenkommunikation und einen veränderten klinischen Blick, der Aligner-Therapie nicht als Einzelleistung, sondern als Bestandteil moderner Zahnmedizin versteht.

Entscheidung und Integration: Der Workflow macht den Unterschied

Für Sümeyye Kozan stand von Beginn an der medizinische Mehrwert im Vordergrund. Aligner-Therapie bedeutet für sie nicht nur ästhetische Korrektur, sondern die Möglichkeit, Fehlstellungen gezielt zu verbessern und Behandlungen funktionell zu optimieren. Gezögert habe sie zunächst aus organisatorischen Gründen: Die Praxis war neu gegründet, ein Intraoralscanner musste wirtschaftlich ausgelastet werden und zugleich stellte sich die Frage, welche Fälle sich sicher behandeln lassen.

Heute sieht sie die Entscheidung bestätigt: „Invisalign Aligner und der iTeroTM Intraoralscanner sind aus dem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken.“ Ausschlaggebend für das Invisalign System war für sie das Gesamtkonzept aus Schulung, Support, klinischem Planungssupport und Community.

Auch Michaela Sehnert würde rückblickend noch früher mit Alignern beginnen. Entscheidend sei, die Therapie nicht als Zusatzleistung zu betrachten. „Aligner sind bei uns kein Add-on, sondern Teil eines durchgängigen Denksystems“, sagt sie. Bereits beim ersten Scan werde sichtbar, welche Möglichkeiten sich für Funktion, Ästhetik oder spätere restaurative Maßnahmen ergeben.

Für sie liege die eigentliche Herausforderung dabei weniger am Behandlungsstuhl als in der Planung. Die digitale ClinCheck Behandlungsplansoftware sei der zentrale Erfolgsfaktor. Hier entscheide sich, ob funktionelle, biomechanische und klinische Aspekte ausreichend berücksichtigt werden, sagt Michaela Sehnert.

Fallselektion: Sicherheit entsteht durch Erfahrung und klare Grenzen

Welche Fälle für Aligner geeignet sind, beurteilen beide Zahnärztinnen differenziert. Michaela Sehnert sieht heute nur noch wenige Fälle, die grundsätzlich nicht in Frage kommen. Entscheidend sei vielmehr die eigene Erfahrung und die Fähigkeit des Behandelnden, den Fall sicher zu führen. „Es geht weniger darum, ob eine Bewegung theoretisch möglich ist, sondern darum, ob ich mögliche Komplikationen beherrschen kann.“

Damit rückt die eigene klinische Kompetenz in den Mittelpunkt. Wo spezialisiertes kieferorthopädisches Know-how erforderlich ist, sollte die Behandlung entsprechend überwiesen werden. Ebenso wichtig ist die Patienten-Compliance.

Sümeyye Kozan setzt Aligner häufig präprothetisch und bei ästhetischen Behandlungen ein. Grenzen sieht sie unter anderem bei massiven offenen Bisslagen, aktiven parodontalen Erkrankungen, schlechter Mundhygiene oder mangelnder Compliance. Eine klare Fallauswahl sei die Grundlage für sichere Ergebnisse und reibungslose Abläufe.

Team und Kommunikation: Aufklärung statt Überzeugung

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Einbindung des Teams. In Kozans Praxis übernehmen Mitarbeiterinnen das Scannen eigenständig und bereiten wichtige Informationen für die weitere Planung vor. Das entlastet die Zahnärztin und stärkt das Engagement im Team.

Auch Sehnert setzt auf klare Strukturen und Delegation. Viele Behandlungsschritte können von qualifizierten Mitarbeitenden übernommen werden. Planung, klinische Beurteilung, Verlaufskontrolle und invasive Maßnahmen bleiben Aufgabe der Zahnärztin oder des Zahnarztes. Entscheidend sei, dass alle im Team dieselbe Sprache sprechen.

In der Patientenkommunikation verfolgen beide Zahnärztinnen ein ähnliches Prinzip. „Unser Ansatz ist Aufklärung, nicht Überzeugung“, betont Michaela Sehnert. Häufig beginnt das Gespräch bei konkreten Befunden wie Abrasionen, Karies oder funktionellen Problemen. Gemeinsam mit den Patienten werden Ursachen und Zusammenhänge sichtbar gemacht. Digitale Visualisierung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Perspektivwechsel: Minimalinvasiv denken, umfassend planen

Mit der Integration der Aligner-Therapie verändert sich auch der klinische Blick. Sümeyye Kozan beschreibt, dass sie Fälle heute anders bewertet: erst die Ausgangssituation verbessern, dann restaurativ arbeiten. Bei Patienten mit dem Wunsch nach geraden und weißen Zähnen müsse nicht automatisch ein Veneer die erste Wahl sein – wenn klinisch möglich, empfiehlt sie eine Invisalign Behandlung mit anschließendem Bleaching. „Für mich ist die Aligner-Therapie ein wichtiger Baustein in meinem substanzschonenden Behandlungskonzept geworden“, fasst sie zusammen.

Auch Sehnert kennt diesen Perspektivwechsel. Irgendwann beginne man, nicht mehr einzelne Zähne zu betrachten, sondern Funktion, Zahnersatz, Ästhetik und Gesicht als Ganzes. „Dieser Gedanke verändert, wie man Zahnmedizin denkt.“

Die Aligner-Therapie lässt sich dabei gut mit anderen Behandlungen verzahnen. Parodontale Therapien, Implantateinheilphasen oder prothetische Konzepte können sinnvoll miteinander kombiniert werden. Dadurch entstehen häufig funktionell und ästhetisch bessere Ergebnisse bei gleichzeitig hoher Planbarkeit.

Ausblick: Aligner gehören in die moderne Allgemeinpraxis

Anzeige

Für Sümeyye Kozan besteht das nächste Ziel darin, alle Neupatienten bereits beim ersten Termin oral zu scannen. So könne die Visualisierung frühzeitig in die Beratung einfließen und eine ganzheitliche Betrachtung der Mundgesundheit unterstützen.

Michaela Sehnert sieht für die Aligner-Therapie eine weiterhin wachsende Bedeutung in der Zahnmedizin. „Aligner sind komfortabel, für alle Altersgruppen geeignet, minimalinvasiv und schonend.“ Aus ihrer Sicht werden Clear Aligner künftig selbstverständlich zur allgemeinzahnärztlichen Versorgung gehören.

Die Praxisbeispiele der zwei Zahnärztinnen zeigen: Erfolgreiche Aligner-Therapie beginnt nicht erst mit dem ersten Aligner. Sie beginnt mit digitaler Diagnostik, klarer Planung, einem geschulten Team und einer Kommunikation, die Patienten Zusammenhänge verständlich macht. So wird aus einer Therapieoption ein integrierter Bestandteil moderner, patientenzentrierter Zahnmedizin.

Interessierte Zahnärzte aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein können sich jetzt über das Invisalign® Digital Mentoring Programm informieren und anmelden unter www.invisalign.de/gp/become-a-provider.

Quelle: Align(TM) Technology GmbH

Kommentare

Keine Kommentare.

Anzeige