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Zeitsprünge

Die erste große Revolution in der Zahnheilkunde

Mit der Einführung des Basismaterials Kautschuk im Jahr 1852 veränderte sich die Zahnheilkunde maßgeblich. Es war zum ersten Mal möglich, bezahlbaren, passenden und haltbaren Zahnersatz herzustellen. Doch wie war es zuvor?

Ein altes Gebiss Haesler
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Ein Patient kam zu einem Zahnarzt, Zahnmechaniker, Zahnkonstrukteur, Zahnkünstler oder Behandler und wollte einen Zahnersatz für sich anfertigen lassen. Die bekannten Materialien zu der Zeit waren Buchsbaumholz, Elfenbein vom Nilpferd oder auf Metallbasen befestigte Zähne. So hatte der Patient den Behandler für eine gute Woche beschäftigt. Entstanden sind tatsächlich kleine Kunstwerke, die aber leider viel Zeit und Geld kosteten. Mit dem Basismaterial Kautschuk änderte sich Mitte des 19. Jahrhunderts dies sehr schnell. Porzellanzähne gab es schon seit 1808 und mit dem neuen Material war es möglich, die netto Anfertigungszeit eines Zahnersatzes auf etwa einen Tag zu reduzieren. So wurde Zeit gewonnen für neue Aufgaben, für Ausbildung und für eine größere Zahl an Patienten. Zahnersatz wurde bezahlbarer und haltbarerer im Vergleich zu den Naturmaterialien Elfenbein und Holz. Es wurde ausschließlich nach Abdruck auf Modellen gearbeitet und damit die Passung wesentlich verbessert. Wunderbar lässt sich diese Entwicklung auf dem Werbezettel vom Dentisten A. Stener nachvollziehen (Abb. 1). Solche Werbungen wurden meist mit in die jeweiligen Tageszeitungen gelegt – auch als Ankündigung, zu welchem Zeitraum ein Zahnarzt vor Ort ist.

 Text einer originalen Werbung eines Dentisten um 1860 rawpixel.com/freepik
Text einer originalen Werbung eines Dentisten um 1860

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