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Fertigungstiefe ist ein strategischer USP

Perfekte Restaurationen mit System

Mit digitalen Workflows sind die Möglichkeiten der Zahntechnik stark gewachsen – und mit ihnen die Erwartungen von Behandlern und Patienten. Prozesssicherheit, Materialvielfalt, Qualitätssicherung, verlässliche Lieferfähigkeit sowie wirtschaftliche Planbarkeit sind keine Ziele mehr, die Labore sich selbst setzen, sondern konkrete Anforderungen, die täglich an sie gestellt werden. Die Frage, welche Systeme diese Anforderungen dauerhaft erfüllen können, ist deshalb strategisch relevant – nicht nur technisch, sondern auch betriebswirtschaftlich.

Ein Mann schaut auf einen Bildschirm. vhf camfacture AG
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Viele Anwenderinnen und Anwender kennen es vielleicht aus dem Alltag: Trotz korrekter Scan-Daten stimmt das Fräsergebnis nicht. Die Suche nach dem Fehler kann sehr zeitaufwändig sein. Liegt es an der Maschine? Am Werkzeug? An der Frässtrategie oder einer Kombination von Störfaktoren? Die Frage, wie Systemkomponenten einander beeinflussen, stellt sich nicht nur bei offensichtlichen Fehlern. Die Abstimmung kann grundsätzlich überall aufwendig sein, wo Maschinen, Werkzeuge und Software von verschiedenen Anbietern kombiniert werden und in einen gemeinsamen Workflow eingebunden sind.

Abgestimmte Systemlösungen

Digital Dentistry kann einerseits im Alltag vieles einfacher und schneller machen, andererseits wird die Komplexität der Systeme, die diese Möglichkeiten schaffen, immer größer. Die Vorteile abgestimmter Systemlösungen zeigen sich in der Praxis am deutlichsten dort, wo sie fehlen: Wenn ein Labor seine Maschinen, Werkzeuge und Software-Tools von verschiedenen Anbietern zusammenstellt, muss es selbst dafür sorgen, dass sie als System funktionieren und die geforderten Resultate erbringen. Hier ist einiges an Kompetenz erforderlich, am besten sogar Inhouse. Das ist keine Kritik an diesem Ansatz – es ist eine Beschreibung seiner Konsequenzen. Und mitunter fühlen sich Labore mit ihren Fragen alleingelassen, wenn die Fräsergebnisse nicht passen.

Ein System, bei dem die wesentlichen Komponenten aus einer Hand entwickelt, gemeinsam getestet und aufeinander abgestimmt werden, löst dieses Problem strukturell. Maschine, Werkzeug, Software und daraus resultierende Frässtrategien sind dann nicht zufälligerweise kompatibel oder werden manuell aufeinander abgestimmt – sie sind systematisch füreinander optimiert. Für Labore bedeutet das: Ergebnisse sind reproduzierbar. Eine Frässtrategie, die auf einer bestimmten Maschine mit einem bestimmten Werkzeug für ein bestimmtes Material validiert wurde, liefert das erwartete Ergebnis – nicht nur einmal, sondern zuverlässig reproduzierbar.

Eingeschränkte Materialwahl?

Ein häufiger Einwand beim Thema Systemintegration lautet, ein Komplettsystem schränke die Materialwahl ein. Das ist keine zwingende Konsequenz, weil es grundlegende Unterschiede zwischen geschlossenen und offenen Systemen gibt. Geschlossene Systeme basieren auf proprietären Formaten und Komponenten. Sie bieten in der Regel nahtlose Integration, einfache Bedienung und einen schlanken Workflow. Kehrseite ist, dass die Auswahl an freigegebenen Materialien und kompatiblen Geräten meist eingeschränkt ist. Anwender sind bei der Nutzung von Materialien, Werkzeugen und Hardware-Peripherie an die Freigaben des Herstellers gebunden. Das kann die Kosten erhöhen und die Flexibilität einschränken. Offene Systeme setzen dagegen auf standardisierte Datenformate. Sie erlauben die Einbindung von Komponenten verschiedener Hersteller und bieten damit hohe Flexibilität und Materialvielfalt. Labore können die für ihren Alltag am besten geeignete Konfiguration von Scannern, Software und Fräsmaschinen nach Bedarf wählen. Das macht sie besonders attraktiv für Betriebe, die Wert auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität legen.

Entwicklung, Produktion, Validierung

Die beste Variante eines offenen Systems ist aus unserer Sicht eine Gesamtlösung, die Vorteile eines in sich abgestimmten Systems mit denen der Offenheit an Peripheriegeräten, ergänzenden Softwarelösungen und vor allem einer großen Materialfreiheit kombiniert. Werden Maschinen und Werkzeuge unter einem (Marken-)Dach produziert, können beispielsweise im hauseigenen Testcenter alle gängigen Materialien validiert, Frässtrategien definiert und für den Einsatz mit der entsprechenden Hard- und Software freigeben werden. Als Ergebnis dieser Validierungen erhalten Anwender eine belastbare Aussage: Dieses Material funktioniert auf dieser Maschine mit diesem Werkzeug und dieser Strategie – reproduzierbar und verlässlich. Ein solches Verständnis von Systemintegration führt zu großen Freiheitsgraden innerhalb eines konsequent abgestimmten Systems.

Abb. 1: Auch die für die Herstellung benötigten Werkzeuge werden bei vhf entwickelt, CAD-konstruiert und hergestellt.vhf camfacture AG
Abb. 1: Auch die für die Herstellung benötigten Werkzeuge werden bei vhf entwickelt, CAD-konstruiert und hergestellt.

Für Dentallabore und ihre Verantwortlichen ist das aus zwei Gründen relevant. Erstens: Die Entscheidung, welche Materialien ein Labor für Restaurationen verwendet, ist eine fachliche – sie liegt bei den Behandelnden und sollte dort auch bleiben. Das System, mit dem Labore arbeiten, sollte ihnen die nötige Flexibilität ermöglichen, anstatt sie einzuschränken. Zweitens schafft eine breite und validierte Materialdatenbank Planungssicherheit. Nicht als theoretische Möglichkeit, sondern auf Basis belastbarer Erfahrungen unter realistischen Bedingungen – getestet unter denselben Voraussetzungen, unter denen Labore täglich arbeiten.

Schlüsselfaktor Fertigungstiefe

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Ein zentraler Erfolgsfaktor für Labore ist es, wenn ein digitaler Workflow reibungslos abläuft und dabei flexibel bleibt. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit der Investitionen in das Labor-Equipment: Es muss langfristig und zuverlässig funktionieren. Produktqualität, Langlebigkeit und Robustheit von Maschinen und Werkzeugen sind essenziell.

Eine der ersten Grundfragen an jede Produktinnovation von Seiten des Herstellers ist, ob sich am Markt ein Zulieferer findet, der diese Standards erfüllt oder ob es besser sein könnte, die benötigte Komponente doch selbst zu fertigen. Als Resultat der Strategie, von der Fräsmaschine über Werkzeuge bis zur Software die meisten Komponenten selbst zu produzieren, ergibt sich eine ausgeprägte Fertigungstiefe. Die wenigen Zulieferer, die dann noch notwendig sind, können mit entsprechender Sorgfalt und auf Wunsch nach regionalen Gesichtspunkten ausgewählt werden. Einer der Vorteile dieser Strategie ist eine lückenlose Qualitätskontrolle, mit der sich Fehlerquellen frühzeitig erkennen und beseitigen lassen.

Wer seine Dentalprodukte selbst entwickelt und herstellt, kann schnell auf Marktveränderungen, neue Materialien oder Kundenanforderungen reagieren. Weiterentwicklungen und Innovationen lassen sich kurzfristig umsetzen, ohne von einer großen Zahl an Zulieferern und deren Lieferketten abhängig zu sein. In Zeiten unsicherer Lieferketten erweist sich diese Strategie als besonders wertvoll: Die Verfügbarkeit und Lieferfähigkeit sowohl von Neugeräten als auch von Ersatz- und Verschleißteilen ist durch den hohen Grad der Eigenfertigung bestmöglich abgesichert. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit von Service und Support. Befinden sich Fertigung und Verwaltung direkt am Unternehmenssitz, ermöglicht dies für die Labore kompetente Beratung und schnelle Hilfe, minimiert Ausfallzeiten und unterstützt den effizienten Laboralltag.

Abb. 2: Tests und Validierungen aller gängigen Materialien im vhf-Testcenter eröffnen den Laboren eine große Auswahl.vhf camfacture AG
Abb. 2: Tests und Validierungen aller gängigen Materialien im vhf-Testcenter eröffnen den Laboren eine große Auswahl.

„Made in Germany“ als globales Signal

Für internationale Kunden und Vertriebspartner ist die Herkunft aus Deutschland traditionell ein relevantes Vertrauenssignal. Anwender verbinden damit Qualität, Präzision und langfristige Versorgungssicherheit – mit Ersatzteilen ebenso wie mit Service. „Made in Germany“ signalisiert nicht nur Herkunft, sondern eine Haltung: Wer in Deutschland entwickelt und fertigt, ist auch glaubwürdig bei der Verantwortung für seine Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg.

Die Frage, welches System dauerhaft Präzision, Verfügbarkeit, Planbarkeit und Wirtschaftlichkeit in den Laboren sichert, wird in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Wer heute in ein ganzheitlich abgestimmtes, aus einer Hand hergestelltes offenes Gesamtsystem investiert, schafft nicht nur Produktionskapazitäten an. Man tätigt eine Investition in Prozess- und Planungssicherheit und die Fähigkeit, auch in Zukunft so erfolgreich zu arbeiten wie heute.

Quelle: vhf camfacture AG

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