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Dank seiner Festigkeit, Biokompatibilität und ästhetischen Möglichkeiten ist der ausgesprochen vielseitige Werkstoff aus der modernen Prothetik nicht mehr wegzudenken. Er findet Verwendung für Einzelzahnkronen, mehrgliedrige Brücken bis hin zu Inlays und Veneers. Doch gerade aufgrund dieser Anwendungsvielfalt ist eine enge Abstimmung zwischen Praxis und Labor unverzichtbar. Für Zahntechniker/-innen bedeutet das: Wer frühzeitig berät, kann nicht nur zu Fehlervermeidung und Behandlungserfolg beitragen, sondern insbesondere auch als kompetenter Partner der Praxis punkten.
Indikationsstellung
Es versteht sich von selbst, dass die Indikationsstellung durch den Zahnarzt oder die Zahnärztin Grundlage für die Auswahl des richtigen Zirkonoxids ist. Unterschiedliche Materialvarianten – von der hochfesten klassischen Version bis hin zu solchen mit ultrahoher Transluzenz oder mit intrinsischem Farbverlauf wie etwa Initial Zirconia Disk Multilayer Elite von GC – eignen sich je nach Situation unterschiedlich gut (Abb. 1 und 2). Hier kann das zahntechnische Labor mit seiner Werkstoffexpertise überzeugen.
In ungewohnter Rolle: Veneers
Zirkonoxid wird in der zahnärztlichen Praxis nach wie vor häufig als Gerüstmaterial im Seitenzahnbereich wahrgenommen – robust, funktionell, aber mit ästhetischen Einschränkungen verbunden. Gerade mit Blick auf heutige Materialvarianten mit ultrahoher Transluzenz erscheint diese Sichtweise jedoch überholt. Moderne Zirkonoxide mit höherem Yttriumoxidgehalt (5Y-TZP-Zirkonoxide) kombinieren eine verbesserte Lichtdurchlässigkeit mit ausreichender Festigkeit und eröffnen damit neue Einsatzbereiche im ästhetischen Frontzahnbereich – beispielsweise als Alternativwerkstoff zu Lithiumdisilikat für Veneers.
Für das Labor bietet sich hier die Chance, beratend aktiv zu werden: Es kann die Praxis über die Weiterentwicklungen des Werkstoffs informieren, Vorurteile gegenüber der monolithischen Zirkonästhetik abbauen und neue Indikationen wie Veneers oder minimalinvasive Teilrestaurationen praxisnah präsentieren. Durch Fallbeispiele, Musterarbeiten oder Demonstrationen kann das Labor zeigen, wie vielseitig und natürlich hochtransluzente Zirkonoxidvarianten heute wirken. Auch die Empfehlungen zur Befestigung – etwa zur Oberflächenvorbehandlung mit MDP-haltigen Primern wie dem G-Multi PRIMER von GC – können Teil der laborseitigen Beratungsleistung sein, die zum erfolgreichen Einsatz von Zirkonoxid-Veneers beiträgt.
Klassisches Einsatzfeld – ungeahnte Ästhetik
Hat man es mit größeren Defekten, strukturell vorgeschädigten Zähnen oder Versorgungen mit erwartbar hoher (Kau-)Belastung zu tun, so liegt der Gedanke an eine Zirkonoxidrestauration nahe. Doch auch dann dürfte in so mancher Praxis Unsicherheit darüber herrschen, welche Art von Zirkonoxid sich für welche klinische Situation eignet. Genau hier können Zahntechniker/-innen ihre Fachkompetenz unter Beweis stellen und wertvolle Aufklärungsarbeit leisten: etwa durch die Unterscheidung von klassischen hochfesten Materialien für stark belastete Seitenzähne und hochtransluzentem Zirkonoxid für ästhetisch anspruchsvolle Kronen im sichtbaren Bereich.
Bei der Verwendung monochromer Materialien spielen zudem Einfärbesysteme (z. B. Initial Zirconia Coloring Liquids, GC) für die Individualisierung eine entscheidende Rolle. Insbesondere bei Arbeiten mit hohem ästhetischem Anspruch bieten aufeinander abgestimmte Zirkonoxid-Workflows dem Labor die Möglichkeit, bei Behandler/-in und Patient/-in zu punkten. So eröffnet etwa ein eine Verblendkeramik auf Feldspatbasis die Option, zusätzlich eine fein abgestimmte Schichtung vorzunehmen, insbesondere für anspruchsvolle Fälle (Abb. 3 und 4). Alternativ lassen sich mit innovativen Microlayering-Systemen (z. B.
Initial IQ ONE SQIN, GC) eine lebendige Oberflächengestaltung und eine natürliche Tiefenwirkung erzielen – und das ohne den Zeit- und Technikaufwand einer klassischen Vollverblendung. Zahntechnischen Laboren stehen hier komplette Systeme zur Verfügung, mit deren Hilfe sich individuell gestaltete hochästhetische Restaurationen mit Vorzeigecharakter realisieren lassen und einen klaren Mehrwert für das Labor darstellen.
Vielfältiges Beratungspotenzial
Darüber hinaus kann das Labor auch in Bezug auf Präparation, Okklusionskonzepte und Zementierung den Dialog mit der Zahnarztpraxis suchen. Gerade bei monolithischen Zirkonoxidkronen ist es wichtig, eine ausreichend gleichmäßige Reduktion und eine spannungsfreie Passung sicherzustellen, um Frakturen und funktionelle Probleme zu vermeiden.
Ein praxisgerechter Austausch in Bezug auf Mindestmaterialstärke, kritische Stellen in der Präparation (z.B. scharfe Kanten oder fehlende Platzverhältnisse) und geeignete Befestigungsarten (von konventioneller Zementierung bei klassischen Kronen bis hin zu adhäsiven Verfahren bei anspruchsvolleren Randsituationen) spielt hier eine Rolle. So wird die zahntechnische Beratung zu einem integralen Bestandteil einer erfolgreichen, langlebigen Zirkonoxidversorgung.
Quelle: GC Germany GmbH
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