Eigene Zähne verlängern das Leben
Senioren behalten ihre Zähne heute deutlich länger als frühere Generationen. Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) belegt mit Langzeitdaten den Erfolg guter Vorsorge.
Aktuelle Daten der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) zeigen: Parodontale Erkrankungen nehmen in Deutschland zu, obwohl eine gute Prävention möglich ist. So weisen laut dem Ergebnisbericht etwa 95 % der untersuchten Erwachsenen parodontale Auffälligkeiten auf und die Prävalenz schwerer Parodontitis liegt weiterhin auf hohem Niveau [1]. Für dentale Fachkräfte ergibt sich daraus die Notwendigkeit der gezielten Informationsvermittlung zu Prophylaxemaßnahmen.
Mit der Einführung des Basismaterials Kautschuk im Jahr 1852 veränderte sich die Zahnheilkunde maßgeblich. Es war zum ersten Mal möglich, bezahlbaren, passenden und haltbaren Zahnersatz herzustellen. Doch wie war es zuvor?
Die moderne Mikrochirurgie ermöglicht heute auch bei großen Zungendefekten nach Tumoroperationen komplexe funktionelle Rekonstruktionen. Im Fokus steht dabei die Wiederherstellung von Volumen, Form und Funktion der Zunge durch mikrovaskuläre Lappenplastiken sowie die interdisziplinäre Rehabilitation der Patientinnen und Patienten.
Ein Ellenbogen im Strafraum. Ein Sturz beim Mountainbiken. Ein Zusammenprall beim Basketball. Was viele unterschätzen: Rund ein Drittel aller Verletzungen im Mund- und Gesichtsbereich passiert beim Sport. Betroffen sind nicht nur Profis. Gerade Kinder und Freizeitsportler riskieren Zahnfrakturen und Kieferverletzungen mit teils langfristigen Schäden.
Die 6. Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), vorgestellt im April 2026 , ist die umfassendste Erhebung zur Mundgesundheit in Deutschland. Erstmals wurde die DMS als kombinierte Quer- und Längsschnittstudie durchgeführt und ermöglicht damit nicht nur aktuelle Bestandsaufnahmen, sondern auch Aussagen zu individuellen Krankheitsverläufen über eine Zeit von neun Jahren. Sie zeigt Erfolge und Lücken zugleich: Die Kariesprävalenz bei Kindern ist so niedrig wie nie zuvor, Zahnverlust nimmt in allen Altersgruppen ab. Gleichzeitig bleibt Parodontitis die unterschätzte Volkskrankheit, und nach dem Zähneputzen verbleiben durchschnittlich 44 bis 52 Prozent aller Zahnbelagsflächen ungereinigt.
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