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Mit zunehmender Implantat-Verbreitung steigt auch die Prävalenz von biologischen Komplikationen an diesen. So findet sich eine periimplantäre Mukositis bei circa 40% der Patienten und bei ca.20% tritt bereits eine manifeste Periimplantitis auf, die gerade bei Diabetikern als chronisch nicht ansteckende Erkrankung gerne unentdeckt bleibt [2]. Damit die häusliche Prophylaxe zwischen den Zahnarztterminen gelingen kann, helfen teilweise ganz einfache Tipps und Tricks, die jeder seinen Patientinnen und Patienten vermitteln kann:
Praxistipps für die häusliche Implantat- und Brückenpflege:
Dr. Liebe - Implantate benötigen genauso sorgfältige Pflege wie natürliche Zähne, besonders an den Übergängen zum Zahnfleisch. Die Aufklärung darüber fördert die Mitarbeit der Patienten.
- Für die Reinigung der Zwischenräume reicht eine kleine Menge Zahncremekonzentrat auf der Interdentalbürste. Schonende Produkte mit niedrigem RDA-Wert (z. B. Ajona) sind empfehlenswert (Abb.1).
- Unter Brücken lässt sich mit Superfloss, ggf. mit Zahncreme, effektiv reinigen – einfach am Pfeilerzahn einfädeln und die Zwischenräume säubern.
- Für schwer zugängliche Seitenzahnbereiche eignen sich „Soft Picks“, die mit leichten Bewegungen in die Zwischenräume geführt werden.
- Einbüschelbürsten ermöglichen eine gezielte Reinigung kleiner und schwer erreichbarer Flächen.
Fazit
Es ist sehr wichtig, dass man seine Patienten immer wieder motiviert und sie unter Anleitung selbst üben lässt, damit die ungewohnte Motorik im ZNS abgespeichert ist und ohne großes Nachdenken manuell durchgeführt werden kann, um die Entzündungen dauerhaft in den Griff zu bekommen und schwere Allgemeinerkrankungen zu vermeiden [3].
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