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Schlafapnoe und Substanzgebrauchsstörungen können sich gegenseitig nachteilig beeinflussen. Frühere Studien zeigten, dass obstruktive Schlafapnoe besonders häufig bei Personen mit Substanzgebrauch auftritt. Wissenschaftler untersuchten dazu nun die aktuelle Studienlage. In einer Metaanalyse ermittelten die Autoren den Einfluss von besonders häufig genutzten Substanzen (Alkohol, Tabak, Cannabis, Opioide und Kokain) auf den Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). Dabei verglichen sie Personen mit Substanzgebrauch mit Personen, die keine solchen Substanzen gebrauchten.
Metaanalyse über 28 Studien
Die Recherche in der medizin-wissenschaftlichen Datenbank PubMed ermittelte 28 Studien, die in die Metaanalyse aufgenommen wurden. Die Analyse fand höhere AHI-Werte bei Alkoholkonsumenten (Mittelwertdifferenz, MD: 0,46; 95 % Konfidenzintervall, KI: 0,21 – 0,71; z = 3,62; p < 0,001). Bei Personen mit Opioidgebrauch wurde häufiger eine zentrale Schlafapnoe festgestellt (MD: 0,44; 95 % KI: 0,24 – 0,64; z = 4,37; p < 0,001). Der AHI-Wert war auch bei Personen mit Tabakgebrauch nominell, aber nicht statistisch signifikant, erhöht.
Die Analyse fand, dass der Einfluss von Alkohol auf die Schlafapnoe je nach Geschlecht der Personen unterschiedlich stark ausfallen könnte. Sowohl Alter als auch Geschlecht beeinflussten den Zusammenhang zwischen AHI-Werten und dem Gebrauch von Opioiden. Die Autoren berichten, dass keine Studie den Effekt von Kokain im Vergleich zu Personen ohne Kokaingebrauch untersuchte. AHI-Werte mit Blick auf Cannabis wurden nur in einer Studie mit Personen ohne Cannabisgebrauch analysiert.
Komplexe Interaktion: Alkohol beeinflusst Schlafapnoe anders als Opioide
Die Studie zeigt somit Zusammenhänge zwischen Substanzgebrauch und Schlafapnoe auf. Verschiedene Substanzen können demnach auf unterschiedliche Weise in die Atmung beim Schlaf eingreifen. Die Autoren unterstreichen die Bedeutung dieser Einblicke für die Diagnose und das Management von Schlafapnoe, auch im Hinblick auf die Prognose bei Therapieansätzen.
Quelle: DeutschesGesundheitsPortal DGP
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