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67. Bayerischen Zahnärztetag

Wissenschaftlicher Austausch auf höchstem Niveau

Der 67. Bayerische Zahnärztetag vom 22. bis 24. Oktober in München stand unter dem Leitthema „Grenzgänge der Prothetik – Wie würden Sie entscheiden?“. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung ein voller Erfolg: Der zentrale Fortbildungskongress für die bayerischen Zahnärzte begeisterte erneut mit hochkarätigen Vorträgen, vielen Impulsen und neuen Perspektiven für Wissenschaft und Praxis sowie zahlreichen Möglichkeiten für den kollegialen Austausch unter Fachkollegen. Veranstaltet wurde der Zahnärztetag von der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) in Kooperation mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), wissenschaftlicher Kooperationspartner war die Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien e.V. (DGPro). Insgesamt waren erneut über 1.000 bayerische Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Praxisteams beim Bayerischen Zahnärztetag zu Gast.

Gruppenbild BLZK/W. Murr
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Eröffnet wurde der Bayerische Zahnärztetag traditionsgemäß am Vorabend des wissenschaftlichen Programms mit einem standespolitischen Festakt. Als geladene Gäste waren am Donnerstag, 22. Oktober 2026 namhafte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen zu Gast – allen voran Judith Gerlach, die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention. Sie betonte in ihrem Grußwort die wichtige Rolle der bayerischen Zahnärzteschaft für Versorgung und Prävention sowie bei der Sicherung einer langfristigen Mundgesundheit der Patientinnen und Patienten.

Als Festredner konnte Prof. Dr. Andreas Beivers, Professor für Volkswirtschaftslehre und Gesundheitsökonomie an der Hochschule Fresenius München sowie Leiter Wissenschaft der Rhön Stiftung, gewonnen werden. In seinem Vortrag „Es klafft die Lücke – Wer baut die Brücke?“ ging er auf die tiefgreifenden Herausforderungen ein, vor denen das deutsche Gesundheitswesen steht. Sein Fazit: Zukunft entsteht nicht durch Verwaltung des Mangels, sondern durch Mut zu Prioritäten, Kooperation und Veränderung. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Band „D‘Hundskrippln“ aus Ingolstadt mit ihren bayerischen Mundarttexten.

Kongresse für die Zahnärzte und das Zahnärztliche Personal

Beim zweitägigen zahnärztlichen Kongress am 23. und 24. Oktober drehte sich alles um „Grenzgänge der Prothetik – Wie würden Sie entscheiden?“. Ob Diagnostik, Therapieansatz, Technologie, Materialien oder Ästhetik: Die hochkarätigen Referentinnen und Referenten loteten das Spannungsfeld zwischen „Was ist machbar?“ und „Was ist sinnvoll?“ praxisnah aus. Der vertragszahnärztliche Teil befasste sich mit Standortbestimmungen und Zukunftsszenarien, Verträgen, Dokumentation und Prävention. Die Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte war ebenfalls wieder möglich.

Auch beim Kongress für das Praxisteam am Freitag, 23. Oktober, stand die Prothetik im Mittelpunkt. Das vielschichtige Thema: „Zahnärztliche Assistenz in der Prothetik – Eine tägliche Herausforderung“. Die insgesamt sechs Referate befassten sich mit Prophylaxe, Versorgung und Nachsorge. Zudem ging es um ästhetische und psychologische Aspekte und zum Schluss um administrative Fragen.

Neuer Programmpunkt beim Zahnärztetag: der Science Slam

Eine Premiere beim Bayerischen Zahnärztetag feierte in diesem Jahr der Science Slam. Am Freitagnachmittag hieß es beim Kongress Zahnärzte: Bühne frei für die Doktorandinnen-Battle. Unter dem Motto „Was ist in der Pipeline? Vier Doktorandinnen – vier Themen – eine Challenge“ konkurrierten die vier bayerischen zahnmedizinischen Universitäten um die erstmals beim Bayerischen Zahnärztetag vergebene Science-Slam-Trophäe. Die Siegerin des Wettbewerbs – Natasa Suvajac von der LMU München mit ihrem Vortrag „Wie präzise kann unsichtbar sein? Von Bits und Brackets“ – wurde von den Zuschauerinnen und Zuschauern per Applaus gekürt. Insgesamt begeisterte der Science Slam beim Zahnärztetag als neues unterhaltendes Element – Fortsetzung folgt!

Zwei Preisverleihungen am Freitag

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Weitere Programmhighlights des Zahnärztetages waren zwei Ehrungen, die traditionell am Freitagnachmittag stattfinden. Während des Kongresses für die Zahnärzte wurde der „Prof. Dieter Schlegel Wissenschaftspreis“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung honoriert der Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Zahnheilkunde in Bayern (VFwZ) herausragende Dissertationen aus der Zahnheilkunde, die an bayerischen Hochschulen entstanden sind. 2026 kamen alle drei Preisträgerinnen und Preisträger von der Universität Regensburg.

Darüber hinaus ehrt die Bayerische Staatsregierung jedes Jahr die 20 Prozent Besten der BLZK-Fortbildungsprüfungen mit dem Meisterpreis. Die Urkunde wird parallel zum Kongress Zahnärztliches Personal an die erfolgreichsten Absolventinnen und Absolventen der Aufstiegsfortbildungen Zahnmedizinische Prophylaxeassistenz (ZMP), Dentalhygiene (DH) und Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV) übergeben.

Industrieausstellung und gemeinsamer Messeauftritt

Neben den Kongressen für Zahnärzte und für Zahnärztliches Personal lief im Tagungshotel eine Industrieausstellung. Außerdem präsentierten sich die BLZK und die KZVB unter dem Logo „Die bayerischen Zahnärzte“ gemeinsam mit der eazf in ihrer Messelounge.

Quelle: BLZK

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